Konzeption

Die Kindertageseinrichtung ist eine familienergän­zende und -unterstützende Einrichtung mit den Aufgaben von Betreuung, Erzie­hung und Bildung.

 

Es ist uns wichtig, das Kind auf seinem Weg zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Person zu be­gleiten und zu unterstützen.

 

In einer Atmosphäre der Offenheit und Geborgenheit und des Vertrauens ver­mitteln wir den Kindern erste Erfahrungen mit dem christlichen Glauben und sozia­lem Lernen.

Der Orientierungsplan für die baden- württembergischen Kindergärten ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.

 

Die vollständige Konzeption erhalten Sie als Leihgabe in der Kindertageseinrichtung!

Konzeption der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder

 

K 1.1 Konzeption der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder Konzeptionelle Leitlinien

1. Einführung

Die Konzeption der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder beschreibt die Leitlinien für die Umsetzung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags. Sie veranschaulicht fachlich begründet die Strukturen und Inhalte der Arbeit in der Tageseinrichtung für Kinder und stellt dar, welchen Beitrag an der Umsetzung dieses Auftrags jeder Beteiligte leistet.

2. Ziele 

  • Alle Mitarbeitenden kennen die Konzeption der evangelischen Tageseinrichtung für Kinder und nutzen ihre Leitlinien als Grundlage für ihre Arbeit
  • Die Konzeption beschreibt die Ziele des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags und macht die zielkonforme Gestaltung und Organisation der Arbeit transparent.
  • Die Angebotsstruktur orientiert sich an den Wünschen und Bedarfslagen der Eltern.
  • Die religiöse Dimension ist im pädagogischen Praxisalltag der Tageseinrichtung für Kinder fest eingebunden.
  • Somit sind die Religionspädagogik und das evangelische Profil durchgängige und integrale Bestandteile aller Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote.

Das Profil der Tageseinrichtung lässt sich in sechs unterschiedliche Leitlinien unterteilen:

Konzeptionelle Leitlinien zum Bild des Kindes

Für uns ist das Kind Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit.

Das Kind ist ein Geschöpf Gottes und einzigartig.

Wir wertschätzen es in seiner individuellen Persönlichkeit mit seinen Stärken und Bedürfnissen.

Wir beobachten und sehen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, Stärken und Interessen.

Wir trauen dem Kind zu, seinen Weg zu einer eigenverantwortlichen und selbstständigen Persönlichkeit zu finden.

Jedes Kind hat ein Recht auf gleichberechtigte Bildungschancen und soziale Teilhabe.

Vielfalt und Verschiedenheit von Kindern werden als Herausforderung und Chance für gemeinsames Spielen und Lernen wahrgenommen.

Manche Kinder nehmen sich in einem Entwicklungsbereich mehr Zeit als in einem anderen.

Jedes Kind ist zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen Themen beschäftigt, hat eigene Interessen und entwickelt ganz eigene Handlungsweisen.

Durch Spielen setzt sich das Kind mit seiner Umwelt auseinander, erforscht und begreift diese.

Freiräume, anregungsreiche Umgebung, sichere emotionale Bindungen, Beziehungen und Gemeinschaft sind wichtige Faktoren für die Lernfreude.

Konzeptionelle Leitlinien zum Bildungs- und Erziehungsverständnis

Wir verstehen Bildung als lebenslangen und selbsttätigen Prozess zur Weltaneignung.

Kinder eignen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst durch ihre eigenen Handlungen an.

Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung.

Das Kind erschließt sich seine Umwelt in handelnder Auseinandersetzung an Vorbildern, durch Nachahmung, allein und gemeinsam mit anderen.

Kinder lernen miteinander und voneinander.

Wir unterstützen und begleiten diese Auseinandersetzung und tragen dazu bei, dass sich das Kind zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit entwickeln kann.

Wir verstehen Erziehung als unterstützenden und anregenden Prozess, als Herausforderung für Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Kindliche Bildungs- und Erziehungsprozesse setzen verlässliche Beziehungen und Bindungen zu Erwachsenen voraus.

Durch eine vertrauensvolle Umgebung motivieren und unterstützen wir das Kind in seinen individuellen Bildungsprozessen.

Vielfalt und Unterschiedlichkeit sehen wir als Chance, anderen Kulturen und Religionen offen zu begegnen.

Konzeptionelle Leitlinien zum professionellen Verständnis der eigenen Rolle

Wir sehen uns als pädagogische BegleiterInnen der Kinder in ihrer Entwicklung, wir sind MitforscherInnen, wir unterstützen, fördern und fordern Kinder.

Wir setzen Vertrauen in die kindliche Neugierde, in seine Lernfreude und – Motivation.

Wir geben den Kindern Orientierung, Sicherheit und Halt durch liebevolle Zuwendung und Struktur.

Dabei sind wir uns der eigenen Vorbildfunktion bewusst.

Wir wissen um die Unterschiedlichkeit von Familien und Lebenslagen und achten und respektieren kulturelle und religiöse Vielfalt.

Unser Umgang mit den Kindern und Familien ist geprägt von Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung, Achtung, Respekt und Zuverlässigkeit.

Wir ergänzen und unterstützen die Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsarbeit der Eltern und Familien und sind qualifizierte Ansprechpartner.

Wir handeln kompetent und bewusst.

Wir reflektieren unser professionelles Handeln und entwickeln es weiter.

Bei regelmäßigen und gezielten Fort- und Weiterbildungen erweitern wir unser Fachwissen.

Konzeptionelle Leitlinien zur Erziehungspartnerschaft Ziel der Erziehungspartnerschaft ist das Wohl des Kindes.

Unter „Wohl des Kindes“ verstehen wir die ganzheitliche Entwicklung des Kindes.

Grundlage dazu ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das Miteinander von Eltern und pädagogischen Fachkräften.

Eltern fühlen sich in unserer Kita willkommen.

Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt.

Das pädagogische Fachpersonal sieht Eltern als wichtige Bezugspersonen im Leben des Kindes und schätzt deren Erziehungskompetenz.

Eltern erleben das pädagogische Team der Kita als fachlich kompetente Wegbegleiter und Ansprechpartner.

Die pädagogischen Fachkräfte bieten den Eltern in der Erziehungspartnerschaft die Möglichkeit ihre Bedürfnisse und Anregungen offen zu äußern.

Wünsche und Bedürfnisse der Eltern werden von uns ernst genommen.

Konzeptionelle Leitlinien zur Kooperation mit anderen Institutionen

Kooperation findet mit verschiedenen Einrichtungen statt, unter anderem mit Schulen, Frühförderstellen, Vereinen, Praxen oder Bildungspartnern.

Sie stellt eine Vernetzung im Gemeinwesen dar.

Unsere Kindertageseinrichtung kooperiert auf vielfältige Weise, um die Kinder und ihre Familien optimal zu unterstützen und zu begleiten.

Dabei ist uns wichtig, Einblicke in unsere Arbeit zu geben und an den Kompetenzen, Stärken und dem Wissen unserer Kooperationspartner teilzuhaben.

Unser engster Kooperationspartner ist die Grundschule.

Wichtig ist uns ein gelingender Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Schule.

Damit dieser Übergang nicht zum Bruch, sondern zur Brücke wird, kooperieren pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern frühzeitig und vertrauensvoll.Offenheit, Wertschätzung und Verlässlichkeit sind unsere zentralen Werte in der Zusammenarbeit.

Konzeptionelle Leitlinien zur Gestaltung von Bildungsangeboten

Wir als evangelische Kindertageseinrichtung orientieren unsere Bildungsangebote am christlichen Menschenbild und seinen Werten.

Christliche Feste und Feiern im Jahresablauf prägen das Kindergartenjahr. Sie werden gewürdigt und gefeiert.

Zeitstruktur und tägliche Rituale sorgen für Sicherheit und Orientierung.

Ausgehend von den beobachteten und reflektierten Eigenaktivitäten des Kindes und den sozialen Interaktionen in der Gruppe greifen wir die Interessen, Stärken, Themen und den Entwicklungsbedarf der Kinder auf. Wir regen die Kinder zur individuellen und gemeinsamen Erkundung der Welt, zur Experimentierfreude und zur Neugierde an.

Bildungsangebote gestalten wir individuell und ganzheitlich und beziehen die Kinder situationsorientiert mit ein.

Alltagssituationen sind so gestaltet, dass sie die Kinder in ihren Bildungsprozessen anregen und unterstützen.

Von großer Bedeutung ist die Freispielzeit. Ein altersentsprechendes, anregendes Materialangebot und unterschiedliche Spielräume sowie genügend unverplante Zeit ermöglichen selbständiges Lernen im eigenen Tempo, alleine und mit Anderen.